Willkommen bei unserem großen Beefer Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Beefer. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Beefer zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber.
Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen,
auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Beefer kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Beefer ist ein Grill, den man innerhalb kurzer Zeit auf über 800 °C erhitzen kann. Durch diese starke Oberhitze verleiht der Beefer dem Grillgut ein besonderes Geschmacksaroma.
  • Es gibt zwei verschiedene Beefer-Arten: der Gas-Grill und der Elektro-Grill. Beide Arten haben ihre individuellen Vor- und Nachteile.
  • Beim Kauf solltest du neben der Grillfläche vor allem auf den Zündungsmechanismus, die Höhenverstellung der Grillroste und die Reinigungsmöglichkeiten achten.

Beefer Test: Das Ranking

Platz 1: Klarstein Steakreaktor 2.0 Hochleistungsgrill (850 Grad)

Platz 2: Beefer Grillgeräte „Beefer One Pro“ komplett aus Edelstahl

Platz 3: Beeftec HOTBOX C900 Gasgrill aus Edelstahl

Platz 4: Beefer Grillgeräte „Beefer One“ Steak-Grill aus Edelstahl

Platz 5: ASTEUS Steaker Elektro Infrarot Grill für Indoor / Outdoor

Platz 6: Beefer Grillgeräte „Original Beefer Gasgrill“ aus Edelstahl

Platz 7: STEAKGRILLER – Made for Steak – Gasgrill aus Edelstahl

Platz 8: Beefer Grillgeräte „Beefer XL Chef“ 01210001

Platz 9: Otto Wilde Grillers Gasgrill aus Edelstahl

Platz 10: WeGrill Folding, faltbarer Infrarot-Gasgrill

Platz 11: BHB Grill „Q“ (KUH) Steak Griller Beefer

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Beefer kaufst

Was ist ein Beefer?

Beefer grillen ausschließlich mit Oberhitze. Sie sind dafür konzipiert, das perfekte Steak zuzubereiten. Keramische Hochleistungsbrenner erzeugen eine Temperatur von über 800 °C. Bei einer solchen Hitze können biochemische Reaktionen stattfinden, infolgedessen jedes Steak ein besonderes Geschmackaroma erhält.

Ein derartiger Grill ermöglicht, dass das Grillgut innen zart und saftig bleibt und sich zugleich außen eine knackige Kruste bildet. Die Zubereitung von Rindfleisch bei solchen Temperaturen führt so zu einer geschmacklichen und optischen Perfektion. Oberhitzegrills sind also Spezialgeräte für echte Genießer und Fleischliebhaber.

Die Geräte bieten den zusätzlichen Vorteil, dass heruntertropfende Fleischsäfte wegen der Oberhitze nicht verbrennen. Stattdessen werden diese in einer Gastroschale aufgefangen und eignen sich sehr gut als Basis für eine schmackhafte Sauce. Hierzu fügst du am besten noch Butter sowie Kräuter hinzu.

Wie funktioniert das Grillen mit dem Beefer?

Die Bedienung ist unkompliziert. Vor der Benutzung nimmst du den Grillrost aus der Grillkammer. Zuerst schließt du die Gasflasche an den Druckminderer an. Erst danach drehst du das Ventil auf. Mit Betätigen des roten Knopfs strömt das Gas ein. Bei Oberhitzegrills mit manueller Zündung entfachst du das Feuer mit einem langen Streichholz.

Modelle wie den Beefer Pro kannst du elektronisch zünden. Das Gerät benötigt circa fünf Minuten zum Aufheizen. Nach Ablauf dieser Zeit legst du das Grillgut auf den kalten Rost und schiebst diesen in der gewünschten Höhe in den Steakgrill ein. Über die Einschubhöhe regulierst du die Garstufe deines Fleisches.

Da die Hitze ausschließlich von oben kommt, platzierst du dein Steak weit oben unter dem Brenner, wenn du blutige Steaks bevorzugst. Je mehr du zur Garstufe medium tendierst, desto weiter unten führst du den Grillrost ein. Bei Geräten ohne Einschübe im Innenraum stellst du die Höhe des Rosts mit dem dafür vorgesehenem Drehknopf ein.

Wenden brauchst du dein Stück Fleisch nur einmal. Abhängig davon, wie dick das Grillgut ist, variiert der Zeitpunkt zum Wenden zwischen 30 bis 45 Sekunden.

Warum schmeckt mein Steak besser, wenn ich es mit dem Beefer zubereite?

Wenn das Fleisch der extremen Hitze von 800 °C ausgesetzt wird, ziehen sich die Fasern an der Oberfläche sofort zusammen. Dadurch bildet sich eine knusprige Kruste. Die Säfte und Aromen im Inneren des Fleisches werden versiegelt und bleiben erhalten.

Verantwortlich hierfür ist eine Maillard-Reaktion. Strenggenommen müsste es Maillard-Reaktionen heißen, denn der Begriff bezeichnet eine Vielzahl chemischer Reaktionen zwischen Zuckermolekülen und Aminosäuren. Dabei werden spezielle Röstaromen freigesetzt. Diese sind auf sogenannte Melanoide (Bräunungsstoffe) zurückzuführen, die bei diesem chemischen Prozess entstehen.

Außerdem ist die bräunliche Farbe der Kruste Resultat dieses Vorgangs. Benannt ist die beschriebene Reaktionskette nach dem französischen Biochemiker Louis-Camille Maillard. Der Wissenschaftler unternahm im Jahre 1912 Studien zur Reaktion von Aminosäuren und Zuckermolekülen unter Temperatureinwirkung.

Obwohl sich die Abläufe ähneln, ist die Maillard-Reaktion vom Karamellisieren zu differenzieren. Beim Karamellisieren reagieren nämlich lediglich Zuckermoleküle. Aminosäuren sind nicht beteiligt.

Für wen eignet sich ein Beefer?

Es gibt eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Grillgeräten auf dem Markt. Unterschieden werden hierbei Gasgrills, Elektrogrills und Holzkohlegrills wiederum unterschieden in Grill und Smoker. Der Beefer gehört zu den Gasgrillgeräten.

Ernsthaft an guter Fleischzubereitung interessierte Kunden werden mit einem Elektrogrill grundsätzlich schlecht beraten sein. Hochwertige Gasgrillgeräte sind – wenn überhaupt – am ehesten mit dem Beefer zu vergleichen.

Je höher der Anspruch an Ausgangs- und Endprodukten des Grillkunden, umso eher ist er ein potentieller Beefer-Kunde. Auch Gourmets ohne besondere Neigung zum Grillen werden einen Beefer interessant finden. Die Form und Art der Anwendung unterscheiden sich vom „gewöhnlichen“ Grillen, was zuweilen sogar als Vorteil im Verkaufsgespräch Erwähnung finden kann.

Der eingefleischte Griller, auch wenn er auf Kohle schwört, wird mit dem Ergebnis überzeugt – der „Grillmuffel“ unter den „Steakliebhabern“ wiederum damit, dass es ja kein Grillen im herkömmlichen Sinne ist.

Der Beefer-Grill ist also auch für weniger grillaffine Kunden interessant und aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sogar für jene, die nicht ausschließlich Wert auf perfekte Steaks legen. Ein weiteres Verkaufsargument ist sicher die ungewöhnlich schnelle Einsatzbereitschaft und unkomplizierte Handhabung.

Der bewusste Fleischgenuss steht deutlich im Vordergrund, daher empfehlen wir neben der sorgfältigen Auswahl und Zubereitung des Grillgutes auch eine besondere Art der Darreichung und des Verzehrs. Es bekommt hierbei nicht jeder ein einzelnes, ganzes großes Stück auf den Teller, sondern das Stück wird nach der Zubereitung in dünne Streifen geschnitten und den Gästen in kleinen Portionen serviert.

Währenddessen wird gegebenenfalls bereits das nächste Stück zubereitet. Mit dieser Vorgehensweise sind auch die häufigen Anmerkungen der Kunden zur Größe des Beefers entkräftet. Variierst du dabei noch die Produkte, also Fisch, Schalentiere, Fleischsorten und das aus verschiedener Herkunft, erlebt jeder Esser über einen längeren Zeitraum eine Vielzahl von besonderen Geschmackserlebnissen.

Weniger ist auch hier mehr und der seltenere, aber dafür bewusstere Fleischgenuss keine Einschränkung, sondern ein Gewinn.

Ein Beefer ist für alle interessant, die gerne leckeres Fleisch von Grill genießen, und ein höherwertiges Gasgrillgerät. (Bildquelle: unsplash.com)

Sind die Röststoffe gefährlich?

Die Melanoide, welche bei der Maillard-Reaktion freigesetzt werden, sind nicht schädlich. Im Gegenteil: Die Bräunungsstoffe haben sogar eine bakterienhemmende Wirkung. Melanoide bekämpfen demnach Radikale und Schädlingsstoffe. Grundsätzlich gilt: Je länger die Garzeiten sind, desto mehr gefährliche Stoffe bilden sich.

Die Garzeiten bei Oberhitzegrills sind jedoch besonders kurz. Sie betragen wie bereits geschildert nur etwa 30 bis 45 Sekunden pro Seite. Die knackigen Zeiten sind darauf zurückzuführen, dass bei einer sehr hohen Grilltemperatur chemische Prozesse schneller ablaufen. Ab 800 °C können die Reaktionen jedoch nicht mehr weiter beschleunigt werden.

Welches Fleisch eignet sich für den Beefer?

Der Beefer verwandelt jedes Stück vom Rind in ein köstliches Geschmackserlebnis. Allerdings sollte man vor dem Kauf eines Oberhitzegrills sorgsam abwägen, ob sich diese Investition auszahlt. Denn konzipiert ist der Spezialgrill vorrangig für besonders hochwertiges Fleisch.

Absolute Premiumbeef-Rassen wie beispielsweise Black Angus oder Wagyu eignet sich daher am besten. Chemische Reaktionen laufen deutlich gezielter und schneller ab, wenn das Fleisch wenig Wasser und viele Eiweiße enthält. Dry Aged Beef oder Filet Cuts (auch Lende oder Tenderloin genannt) sind daher prädestiniert für das Grillen bei 800 °C. Dessen stoffliche Eigenschaften sind nämlich sehr vorteilhaft für die Maillard-Reaktion. Jedoch ermöglicht der Beefer auch, das Optimum aus eher preiswerteren Cuts wie Flank oder Flat Iron rauszuholen.

Was lässt sich neben Steaks noch alles mit dem Beefer zubereiten?

Die Bezeichnung Beefer ist irreführend, denn mit dem Gerät kannst du auch jede Menge anderer Köstlichkeiten zubereiten. Insbesondere Fisch und Meeresfrüchte sind ein Renner. Vor allem Garnelen, Langusten, Hummer und Jakobsmuscheln solltest du unbedingt mal mit Oberhitze grillen.

Auch für Desserts eignet sich der Beefer hervorragend. Ob du Obst karamellisieren möchtest oder lieber eine Crème brûlée flambierst – der Oberhitzegrill bietet die besten Voraussetzungen hierzu.

Wie sehen die Oberhitzegrills aus?

Das Design von Oberhitzegrills ist typischerweise minimalistisch. Die Funktionalität der Geräte steht klar im Vordergrund. Die Grills sehen von außen aus wie große, offene Metallkästen – demnach eher mit Ecken und Kanten. Ihre Form mutet eher einer Maschine an als einem Küchengerät.

Der Starkoch Tim Mälzer beschrieb die Optik der Geräte als Kombination aus Kaffeemaschine und Toaster. Die Form des Gehäuses unterstreicht vor allem das Standing als Männerspielzeug. Dem schlichten, kantigen Design zum Trotze versprüht der Hochleistungsgrill einen rohen Charme.

Gefertigt ist das Gehäuse aus Edelstahl. Rutschfeste Gummifüße sorgen für einen sicheren Stand. Die optischen Unterschiede zwischen den Modellen der einzelnen Hersteller sind geringfügig. Alle Modelle erwecken einen robusten und hochwertigen Eindruck.

Wo kann ich einen Hochleistungsgrill kaufen?

Online-Bestellungen sind direkt auf den Herstellerseiten oder bei Fachhändlern wie Springlane oder Santos möglich. Amazon führt die meisten Geräte ebenfalls im Sortiment. Solltest du Wert auf eine umfangreiche Beratung und persönliche Begutachtung vor dem Kauf legen, suche am besten ein Fachgeschäft in der nächstgelegen Großstadt auf.

Unseren Recherchen nach werden im Internet die meisten Beefer in Deutschland derzeit über die folgenden Shops verkauft:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • beefer.de
  • grill-und-co.de
  • grillstar.de
  • springlane.de
  • Saturn

Alle Beefer, die wir auf der unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst, wenn du ein Gerät gefunden hast, das dir zusagt.

Wie teuer sind die Geräte?

Günstige Einsteigermodelle sind bereits ab circa 420 Euro zu erwerben. Die Originalgeräte der Firma Beefer kosten mindestens 689 Euro. Die Gründer der Firma Beefer sind die Erfinder dieses Grilltypus und verwenden ausnahmslos hochwertige Materialien. Für das Pro-Modell musst du 110 Euro mehr investieren. Dafür profitierst du von einer erleichterten Bedienung und Reinigung.

Das rechtfertigt den höheren Preis. Beefer bietet ebenfalls eine XL-Version an, welche sich durch eine größere Grillfläche und einen zusätzlichen Brenner auszeichnet. Zudem verfügt dieses Modell über eine Lizenz für den gastronomischen Gebrauch. Hochwertige elektrische Oberhitzegrills kosten 600 Euro und mehr.

Wie reinige ich mein Gerät?

Die Reinigung sollte am besten mit Wasser erfolgen. Hierzu befeuchtest du ein Tuch vor dem Auswischen. Bei starken Verschmutzungen ist die Verwendung eines Spezialreinigers zu empfehlen. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit dem Power-Reiniger von Beefer leicht entfernen.

Vor dem Abschrubben sollte das Reinigungsmittel allerdings je nach Verschmutzungsgrad fünf bis zehn Minuten einweichen. Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich der Daily-Reiniger des gleichen Herstellers. Abwischen solltest du den Reiniger mit einem feuchten Mikrofasertuch.

Grillrost und Gastroschale können problemlos in der Spülmaschine gesäubert werden. Geräte wie der Beefer Pro oder der Steakreaktor 2.0 von Klarstein bieten den Vorteil, dass die Rosteinschübe nicht verschraubt sind und somit problemlos herausnehmbar sind. Infolgedessen bleibt ein Innenraum mit glatten Flächen zurück. Das erleichtert den Reinigungsvorgang enorm. Der Beefer One kommt ganz ohne Rosteinschübe aus. Die Rosthöhe wird durch einen Drehknopf reguliert. Demnach finden sich im Inneren des Gehäuses keine Rillen oder sonstige schlecht zu säubernde Stellen.

Welches Zubehör wird mitgeliefert?

Der Lieferumfang enthält neben dem Gerät fast immer einen Gasschlauch samt Druckminderer sowie ein Grillrost mit passendem Grillrostgriff. Zudem ist in der Regel eine Gastroschale beigelegt. Hersteller wie Beefer oder Beeftec liefern zudem Grillhandschuhe mit. Beefer legt sogar ein Paket Zündhölzer bei. Andere Hersteller legen sonstiges Reinigungszubehör bei. Händler bieten aktionsgebunden Bundles mit Zubehör an.

Wie viel Propangas verbraucht ein Gas-Beefer?

Der Spezialgrill verbraucht etwa 250 Gramm Gas pro Stunde. Das ermöglicht ein Grillvergnügen von 44 Stunden bei maximaler Leistung, sofern man eine 11 Kilogramm Gasflache anschließt.

Entscheidung: Welche Arten von Beefer gibt es und welche ist die richtige für dich?

Du hast bei diesen Grills die Wahl zwischen zwei verschiedenen Varianten. Zum einen gibt es Beefer, die mit Propangas betrieben werden. Hitzequelle ist hier ein Infrarot-Keramikbrenner. Näheres hierzu erfährst du weiter unten im Ratgeber.

Gasgrills sind aus Sicherheitsgründen ausschließlich für die Outdoor-Nutzung zugelassen. Eine perfekte Option für die Steakfans, die lieber drinnen brutzeln, ist daher ein Elektrogrill.

Wir unterscheiden also grob zwischen:

  • Gas-Grills
  • Elektro-Grills

Nachfolgend möchten wir dir die beiden Arten und ihre Vor- und Nachteile näher vorstellen. So kannst du herausfinden, welches Gerät besser für dich geeignet ist.

Was zeichnet einen Gas-Beefer aus und welches sind dir Vorteile und Nachteile?

Gasbetriebene Oberhitzegrills erreichen problemlos die 800 °C. Diese Temperatur ist bereits nach kurzem Aufheizen in der Grillkammer messbar. Nachteilig ist jedoch, dass die Gasgeräte ausschließlich zur Nutzung im Freien zugelassen sind.

Zudem musst du ständig überprüfen, ob ausreichend Gas zum Grillen vorhanden ist. Erhältlich sind Propangasflaschen im Grillfachgeschäft, Gas- oder Baustoffhandel. Einige Baumärkte führen Barbecue Gas auch im Sortiment.

Vorteile
  • Kurze Aufheizdauer
  • Hohe Temperaturen
Nachteile
  • Nur draußen nutzbar
  • Abhängigkeit von der Gasflasche

Weiterhin musst du die Gasflasche vor und nach dem Essen sicher lagern. Als echter Grill- und Fleischfan sollte dich das allerdings kaum stören. Traditionelles Grillen findet schließlich auch draußen statt.

Was zeichnet einen Elektro-Beefer aus und welches sind dir Vorteile und Nachteile?

Oberhitzegrills, die mit elektrischem Strom betrieben werden, bieten den enormen Vorteil, dass du sie auch drinnen Nutzen kannst. Das geht allerdings damit einher, dass sich eventuell entstehende Grillgerüche in der Küche verbreiten.

Die solide Wärmeisolation macht das Grillen innerhalb der Wohnräume jedoch unbedenklich. Von außen ist die Hitze mit der Hand kaum spürbar, wenn das Gerät in Betrieb ist. Zudem liefert jede Steckdose die erforderliche Energie zum Grillen.

Vorteile
  • Innenraum Nutzung
  • Gute Wärmeisolation
Nachteile
  • Langsameres Aufheizen
  • Keine optimale Hitzeverteilung
  • Gerüche in der Wohnung

Das Aufheizen geht allerdings etwas langsamer vonstatten als bei den Gas-Pendants. Ein weiteres Manko ist die schlechtere Hitzeverteilung. 800 °C werden nicht im gesamten Innenraum gemessen, sondern nur nah am Brenner. Die elektrischen Varianten sind eine gute Alternative, wenn du gerne gemütlich und bequem Steak isst – besonders in den Wintermonaten.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Beefer vergleichen und bewerten

Vor dem Kauf eines Oberhitzegrills solltest du dir die wichtigsten Eigenschaften vergegenwärtigen und die Geräte anhand der wichtigsten Faktoren vergleichen. Zudem gilt es ausfindig zu machen, welche Charakteristika dir besonders wichtig sind, also was dein Grill können sollte und wozu du ihn hauptsächlich benutzen möchtest.

Nachfolgend sind dir einige entscheidende Kriterien an die Hand gegeben, die sich zur Unterscheidung der Geräte eignen:

  • Energiequelle
  • Maße / Grillfläche
  • Zündungsmechanismus
  • Höhenverstellung der Grillroste
  • Reinigung

Wir möchten dir die Faktoren näher erläutern, damit du besser entscheiden kannst, ob sich ein Gerät mit bestimmten Eigenschaften besser für dich eignet oder nicht.

Energiequelle

Bei Oberhitzegrills ist zwischen Gas und elektrischem Strom als Energiequelle zu differenzieren. Gasbetriebene Geräte heizen vor allem schnell auf und erreichen mühelos hohe Temperaturen. Allerdings sind diese nur für den Betrieb an der freien Luft zugelassen.

Zudem musst du immer in Auge behalten, dass deine Gasreserven ausreichen. Strom hingegen ist ganz bequem jederzeit verfügbar. Derart betriebene Grills kannst du auch innerhalb deiner Wohnräume benutzen. Nachteilig ist jedoch vor allem die längere Zeit bis zum Erreichen der Maximaltemperatur und die schlechtere Temperaturverteilung im inneren des Gerätes.

Maße / Grillfläche

Die Maße aller Geräte sind sehr ähnlich. Alle Geräte haben eine rechteckige Form. Die Grills sind zumeist nicht sehr breit, gehen dafür mehr in die Tiefe. Die Beefer-Originale haben folgende Maße: 40 x 23,2 x 47,2 Zentimeter. Die Grillfläche der jeweiligen Roste beträgt 16 x 26,5 Zentimeter. Der Q (Kuh) von BHB Grill ist etwas kleiner.

Ausnahmen bilden der Beefer XL und der O.F.B. von Otto Wilde. Der Beefer XL hat eine deutlich größere Grillfläche von 35 x 32 Zentimetern und beinhaltet zwei Keramikbrenner. Somit eignet sich das Gerät auch zum Grillen großer Cuts wie beispielsweise Tomahawk Steaks. Das Design gestaltet sich etwas flacher und breiter.

Zündungsmechanismus

Gezündet werden die Spezialgrills entweder per Hand mit einem Streichholz oder per Knopfdruck. Bei der zweiten Zündungsoption kommt entweder eine elektrische oder eine Piezozündung infrage. Du solltest unbedingt lange Zündhölzer verwenden, um dich nicht zu verbrennen. Halte dich an die Empfehlung des Herstellers oder benutze Kaminanzündhölzer.

Exkurs: Wie funktioniert eine Piezozündung?

Im Piezozünder befindet sich eine stark gespannte Feder, welche sich bei Betätigung des Zündknopfes löst. Dadurch schlägt das Ende auf einen Piezokristall auf. Infolge des hohen Drucks wird eine elektrische Entspannungsladung von 15 bis 20 Kilovolt erzeugt. Die Spannung wird via Kabel an eine Zündelektrode übertragen, welche einen Zündfunken abgibt. Daher entflammt das ausströmende Gas im Grill.

Höhenverstellung der Grillroste

Die Höhe der Grillroste lässt sich auf zwei verschiedene Arten regulieren. Die meisten Modelle verfügen über Einschübe im Innengehäuse. Ähnlich wie im Backofen wird der Rost nun statt eines Backblechs in die Kammer eingeschoben.

Je mehr Einschübe vorhanden sind, desto genauer lässt sich die Distanz des Grillguts zum Brenner justieren. Allerdings erfordert es viel Feinmotorik, wenn zu viele Einschubrillen vorhanden sind. Eine zweite Möglichkeit ist die Höhenverstellung per Drehknopf. Diese Variante ist deutlich komfortabler. Verbaut ist diese Variante im Beefer One.

Reinigung

Aufgrund des schnörkellosen Designs der Geräte sind die Oberhitzegrills grundsätzlich leicht zu reinigen. Unterschiede im Säuberungsverhalten ergeben sich vor allem wegen der verschiedenen Bauweisen im Inneren des Gehäuses.

Geräte mit Einschüben haben den Nachteil, dass sich in diesen Ritzen leichter Rückstände des Grillvorgangs sammeln. Zur optimalen Reinigung ist es notwendig diese herauszunehmen, da man mit einem Tuch oder Lappen nur schlecht in diese Einschübe gelangt.

Allerdings sind diese Einschübe in Geräten wie dem Beefer Pro oder dem Steakreaktor 2.0 nicht verschraubt, sodass sich alle Teile im Innenraum herausnehmen und von Hand reinigen lassen. Bei fest verschraubten Einschubschienen gestaltet sich die Säuberung etwas schwieriger.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Beefer

Warum benötigt der Grill 800 Grad Celsius?

Insbesondere hochwertiges und speziell gereiftes Feinschmeckerfleisch wird bevorzugt medium rare oder rare genossen. Dabei möchte jeder dennoch eine appetitlich braune und krosse Kruste haben. Durch die Hitzeeinwirkung finden chemische Reaktionen statt, beispielsweise eine Karamellisierung und die sogenannte Maillard-Reaktion.

Diese sind neben weiteren Röstaromen und Reaktionen sehr wichtig für den besonderen Geschmack von gebratenem Fleisch. Bereitest du Fleisch nun auf konventionelle Art zu, musst du das Produkt recht lange der vergleichsweise geringen Temperatur aussetzen, um die Reaktionen voll zu entwickeln.

Die Folge ist ein großer Garrand und zumeist ein unerwünscht hoher Gargrad des gesamten Stückes. Alternativ ist das Fleisch rare, aber nicht braun und kross.

Der Beefer-Grill kann durch seine sehr hohe Arbeitstemperatur diese Kruste in so kurzer Zeit erzeugen, dass das Bratgut dabei im Inneren im Prinzip völlig ungegart bleibt. Die ungewöhnlich kurze Dauer ist hierbei nie das Ziel, sondern lediglich eine unvermeidbare Folge dieser Zubereitung.

Ein Beefer hilft das Fleisch genau richtig zuzubereiten.

Welche Garstufen gibt es?

Das Thema der Garstufen ist so umfangreich – eigentlich sollten wir dazu einen eigenen Blog machen. Doch hier erstmal die Kurzfassung, welche unterschiedlichen Garstufen es gibt und was diese Garstufen auszeichnet.

Bleu

Das Fleisch wird nur sehr kurz und dafür aber sehr kräftig angebraten. Die Innenseite des Fleisches / Steaks ist noch komplett roh und sollte eine saftig rote Farbe aufweisen. Von außen ist das Fleisch / Steak mit einer schönen braunen Kruste überzogen. Im Englischen wird auch von very rare gesprochen, wenn diese Garstufe gemeint ist oder du diese Garstufe im Restaurant bestellst.

English

Auch hierbei wird das Fleisch nur relativ kurz und stark angebraten. Ergebnis ist jedoch schon eine deutliche stärkere Garung im Vergleich zum Bleu. Die Kruste ist hierbei wesentlich dicker und ausgeprägter als beim Bleu – im Inneren sollte das Fleisch dunkelrot und schön saftig erscheinen.

Im Deutschen wird diese Variante „blutig“ genannt, wenn diese Garstufe gemeint ist oder ein Steak dieser Garstufe bestellt wird.

Medium rare

Innen noch leicht rosa bis rot und außen eine herrlich braune Kruste. Oft wird bei der Bestellung eines Steaks in diesem Garpunkt „auf den Punkt“ gemeint. Also nicht ganz durch, aber auch nicht mehr English oder Bleu. Beim Anschneiden des Fleisches sollte der Fleischsaft eine schöne dunkelrote Farbe haben.

Medium

Außen von einer dicken braunen Kruste geprägt und innen noch leicht rosa – bei der Bestellung wird nach Medium verlangt oder angegeben. Das Fleisch ist durch die längere Garung wesentlich fester und sollte beim Aufschneiden auch keinen oder kaum noch Fleischsaft verlieren.

Diese Garstufe wird von sehr vielen Menschen gewählt, da das Fleisch hierbei schon sehr weit gegart wurde, es aber trotzdem noch sehr saftig und schmackhaft ist.

Medium well

Für viele schon viel zu weit gegart – ist es für andere nun genau richtig. Das Fleisch hat innen wirklich nur noch eine leichte rosa Farbe und ist von außen stark angebräunt. Fleischsaft sollte beim Aufschneiden nun nicht mehr austreten.

Well done

Das Fleisch ist nun wirklich durch, es ist keine rosa Farbe mehr zu erkennen und roter Fleischsaft sollte nun endgültig nicht mehr austreten. Das Fleisch hat innen wie außen eine braune bis graue Färbung angenommen und ist komplett durchgebraten.

Wie bereite ich mein perfektes Steak zu?

Maßgeblich für deine Grillresultate sind die Garpunkte. Entscheidend ist also, bei welcher Kerntemperatur im Fleisch du grillst. Du folgende Tabelle gibt dir einen Überblick, welche Temperatur dein Grillgut haben sollte, um die gewünschte Konsistenz zu haben. Zur Kontrolle der Temperatur ist es ratsam ein Fleischthermometer zu benutzen.

Garstufe Kerntemperatur
Raw 20 °C
Blue rare 20°C
Rare Max. 45°C
Medium rare Max. 55°C
Medium 56-61 °C
Medium well 61-68°C
Well done Höher als 68°C

Wie entstand die Idee hinter der Entwicklung des Beefers?

Entwickelt und umgesetzt wurde die Idee eines Hochleistungsgrills für Steaks von drei Schulfreunden. Der zündende Funke sprang über, als der Schöpfer Frank Hecker im New Yorker Stadtteil Brooklyn im Peter-Luger-Steakhouse speiste.

Dort verzehrte er das nach seinem Empfinden perfekte Steak. Um zukünftig nicht mehr auf dieses Geschmackserlebnis verzichten zu müssen, begab er sich auf die Suche nach dem Geheimnis hinter diesen einzigartigen Sinnesempfindungen.

Die Antwort auf die Frage nach dem perfekten Steak ist so simpel wie verblüffend: 800 °C. Diese Temperatur ist der Schlüssel, um unvergleichliche Röstaromen freizusetzen, sowie eine extrem knusprige Kruste zu zaubern. Daraufhin weiht er seinen alten Freund Marc Kirwald ein. Gemeinsam tüfteln sie ein Konzept aus, wie man diese leistungsstarken Grills bauen könnte.

Praktischerweise ist Kirwald beruflich der ganzen Thematik nicht fern. Heutzutage ist er Werksleiter des Produktionsbetriebs für die Brenner des Beefers. In der Folge wird Frantz Konzen hinzugezogen, ebenfalls ein Schulfreund, der Inhaber eines Metallbaubetriebs ist. Er verantwortet letztendlich die Form und Gestalt des Beefers.

Schlussstein der Story bildet dann Tim Mälzer. Hecker, eigentlich TV-Regisseur, lässt seine Kontakte spielen und kann den Starkoch für seine Idee gewinnen. Mälzer kann sich für den Beefer begeistern und trägt maßgeblich zum Bekanntwerden des Powergrills bei.

Welche Alternativen gibt es?

Wie bereits erläutert, kann der optimale Geschmack nur bei 800 °C erzeugt werden, die für eine Maillard-Reaktion erforderlich sind. Konventionelle Gasgrills sind dazu nicht imstande. Deren Leistungsfähigkeit gipfelt bei maximal 400 °C.

Allerdings sind einige gasbetriebene Grillstationen mit Infrarot-Keramik-Brennern ausgestattet. Insbesondere der kanadische Hersteller Napoleon zeichnet sich dadurch aus, dass er solche Spezialbrenner verbaut.

Die Kanadier bezeichnen das derart beheizte Feld als Sizzle Zone. Die erzeugte Infrarotwärmestrahlung beträgt bis zu 815,5 °C und liegt damit über der magischen Grenze. Die zugrunde liegende Technik funktioniert wie folgt: Aus tausenden von Auslässen treten Flammen aus, dessen Energie von der darüber liegenden Keramik absorbiert wird, bis diese glüht.

Ebenso ist es natürlich möglich, dass du dein Steak in der Pfanne brätst. Geschmacklich wirst du so allerdings nie an die Ergebnisse der Oberhitzegrills herankommen. Die Oberfläche deines Steaks versiegelt nicht schnell genug, sodass die Fleischsäfte austreten und das Fleisch trockener wird. Es ist davon abzuraten, wirklich hochwertige Cuts derart zuzubereiten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://800-grad-grill.de/beefer/


[2] https://beefer.de/inhalte/uploads/Beefer_Rhein_Zeitung_26_10_2016-1.pdf


[3] https://www.svz.de/nachrichten/themen/chillen-beim-grillen/der-beefer-ein-heisses-teil-fuer-kenner-id13676636.html


[4] http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/umwelt-technik/800-grad-beefer-steaks-im-hoellenfeuer-13003946.html


[5] https://www.bergedorfer-zeitung.de/Lokales/article211134965/Mit-dem-Beefer-schmeckt-s-wie-noch-nie.html

Bildquelle: unsplash.com / Armando Ascorve Morales

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