Es ist Sommer und die Grillsaison ist eröffnet. Das einzige was dir jetzt noch fehlt ist der richtige Grill. Doch bei der großen Auswahl ist es oft schwer, sich für ein Produkt zu entscheiden. Grillst du gerne dickeres Fleisch, welches oft eine konstant hohe Temperatur benötigt, empfehlen wir dir einen Kugelgrill.

In unserem Kugelgrill Test 2020 stellen wir dir die verschiedenen Arten von Kugelgrills im Vergleich vor. Zum einen kannst du mit Holzkohle grillen oder du kaufst dir einen Gaskugelgrill. Jede Art hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Natürlich beantworten wir dir in diesem Artikel auch noch weitere generelle Fragen zu Kugelgrills. Unter anderem wie so ein Kugelgrill eigentlich funktioniert, wie du ihn richtig reinigen kannst und in welcher Preisklasse sich ein Kugelgrill befindet.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit Kugelgrills hast du die Möglichkeit indirekt zu grillen. Dadurch gelingt es dir selbst zähes Fleisch butterweich zu garen. Besonders gut dient ein Kugellgrill für Grillgut, das lange eine gleichbleibend hohe Temperatur benötigt.
  • Du hast die Wahl zwischen einem Kugelgrill, der klassisch mit Holzkohle befeuert wird oder der modernen und schnellen Variante, die mit einer Gasflasche betrieben wird. Dabei ist es Geschmackssache, was dir besser gefällt.
  • Ganz einfache Geräte gibt es ab rund 10 Euro, die Mittelklasse der Kugelgrills bewegt sich rund um 100 Euro. Nach oben hin ist die Skala relativ offen, Luxusmodelle ab 1000 Euro sind genauso erwerbbar.

Kugelgrill Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Kugelgrill mit Air Control System

Der RÖSLE No.1 F60 Holzkohle-Kugelgrill: ein gelungener Grill, der durch seine herausragende Qualität die Herzen der Grillprofis höher schlagen lässt. Der Kugelgrill wird klassisch mit Holzkohle oder Briketts befeuert. Er verfügt über eine Lüftung mit präzisen Einstellungsmöglichkeiten zur Temperaturregelung im Garraum.

Mit seinen Maßen von 85 x 70 x 127 cm und seinem stattlichen Gewicht von 36 kg ist der Holzkohle-Kugelgrill sehr stabil gebaut. Der Durchmesser des Rosts beträgt 60 cm und gehört damit schon zu den größeren Modellen eines Grills dieser Art.

Der beste Kugelgrill mit Thermostat

Wer einen Grill zu einem günstigen Preis sucht, findet im TecTake 401665 Holzkohle-Kugelgrill ein Modell, das preislich kaum zu schlagen ist. Durch den Schieber, der am Deckel des Grills angebracht ist, lässt sich die Luftzufuhr regulieren. Somit kannst du die Hitze besonders beim indirekten, aber auch direkten Grillen kontrollieren und steuern. Die Luftzufuhr ist zusätzlich auch von unten regelbar.

Den Deckel des Grills kann man seitlich auf den Griff des Rosts ablegen. Somit stört er weder beim direkten Grillen noch wenn man das Grillgut wenden möchte. Mit seinen Maßen von 48 x 45 x 70 cm und einem Gewicht von 2,6 kg ist der Holzkohle-Kugelgrill ein kompaktes Modell, das ideal für das Grillen im Garten oder auf der Terrasse geeignet ist.

Der beste Kugelgrill mit Deckelthermometer

Der RÖSLE Holzkohle-Kugelgrill bietet dir für einen angemessenen Preis gute Qualität mit hochwertigem Material und einem ansprechenden Design alle Vor- und Nachteile, die mit einem klassischen Kugelgrill einhergehen.

Der Grill überzeugt hierbei durch eine sehr gute Verarbeitung, eine gute Grundausstattung und dem integrierten Thermometer. Bei einem Kugelgrill mit Holzkohle musst du eine gewisse Zeit warten, bis du das Grillgut auf den Rost legen kannst. RÖSLE liefert bei diesem Modell einen patentierten Wende-Kohlerost für direktes und indirektes Grillen mit.

Der beste kleine Kugelgrill

Der kleine Kugelgrill hat eine Höhe von circa 45 cm und ist in diversen knalligenFarben erhältlich und ist damit ein richtiger Hungucker. Der Durchmesser der Grillfläche beträgt 29 cm.

Dank seiner Größe und seines geringen Gewichts ist dieser Kugelgrill ideal zum Mitnehmen. Der Grill verfügt zudem über eine verschließbare Haube, Holzgriffe und eine Belüftungsregulierung.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Kugelgrill kaufst

Was sind die Vorteile eines Kugelgrills?

Bei einem Kugelgrill wird die Hitze besonders gut und gleichmäßig verteilt.

So gelingt dir eine einfache, schonende und qualitativ hochwertige Zubereitung des Grillguts. Außerdem wird das Bratfett gesondert aufgefangen. Der Kugelgrill besteht nämlich nicht nur aus einem separaten Kohlefach und der Kugeldecke, sondern besitzt auch noch einen Auffangbehälter für Fett. Außerdem lässt sich durch die Form des Grills auch indirekt grillen und garen.

Die Vor- und Nachteile eines Kugelgrills gegenüber anderen Grillmethoden auf einen Blick:

Vorteile
  • indirektes Grillen
  • gleichbleibende Temperatur
  • optimale Verteilung der Hitze
  • Lüftungsregulierung
Nachteile
  • Preis
  • Transportfähigkeit
  • Gewicht
  • Größe

Wie viel kostet ein Kugelgrill?

Kugelgrills sind in allen Preiskategorien erhältlich – von der günstigen Variante unter 10 Euro bis hin zum Luxus-Grill, dessen Preis bis in den vierstelligen Bereich gehen kann. Je nachdem wie oft du grillst und worauf du dabei Wert legst, solltest du deine Kaufentscheidung davon abhängig machen.

Einfach konstruierte Geräte, die mit Holzkohle beheizt werden, gibt es schon ab 10 Euro. Eine preiswerte Möglichkeit für spontanes Grillen im Park oder auf dem Balkon. Allerdings solltest du dir dessen bewusst sein, dass du damit keine Fußballmannschaft satt kriegen wirst.

Wer es qualitativ etwas hochwertiger mag, bekommt für rund 100 Euro aber auch schon sehr gute Modelle. Wem das allerdings immer noch nicht reicht, kann natürlich auch die luxuriöse Variante mit eingebauter Outdoorküche ab 1000 Euro erstehen.

Preiskategorien Preis in Euro
Einfach ca. 10-20 Euro
Mittel ca. 50-80 Euro
Gehoben ca. 90-150 Euro
Exklusiv ab 1000 Euro

Wo kann ich einen Kugelgrill kaufen?

Kugelgrills kannst du sowohl im Fachhandel als auch in vielen Kaufhäusern und manchmal auch in Supermärkten, wie Lidl oder Aldi, kaufen. Es werden aber auch immer mehr Grills über das Internet vertrieben, da dort die Auswahl größer ist und die Preise in vielen Fällen niedriger sind.

Unseren Recherchen nach werden die meisten Kugelgrills in Deutschland derzeit über folgende Shops verkauft:

  • Amazon
  • Aldi
  • Obi
  • Lidl
  • Real
  • Toom
  • Hornbach
  • Kaufland
  • ebay

Wie funktioniert das indirekte Grillen mit dem Kugelgrill?

Das indirekte Grillen basiert auf dem Vorteil der zirkulierenden Luft im geschlossenen Kugelgrill. Dadurch lässt sich das Fleisch schonend garen und zubereiten ohne auszutrocknen.

Für das indirekte Grillen ist der Deckel des Grills enorm wichtig. Man möchte so die Verhältnisse eines Umluftbackofens nachstellen. Am besten verwendest du Briketts, damit du die Temperatur besser kontrollieren kannst. Diese legst du an die Ränder des Grills. Sobald die Glut mit Asche überzogen ist, legst du das Grillgut auf den Rost zwischen Deckel und Kohlenrost. Dieses wird so nur durch die heiße Luft von oben und unten schonend gegart.

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Wusstest du, dass es Lüftungsschlitze im Deckel und im Boden des Grills gibt?

Die beiden Lüftungsschlitze sorgen zum einen dafür, dass der entsprechende Brennstoff mit Sauerstoff versorgt wird und abrennen kann. Außerdem können Abgase und Hitze oben entweichen und von unten Luft nachströmen.

Die Temperatur im Grill lässt sich über die Regler am Kugelgrill verändern. Der untere Regler ist zuständig für die Sauerstoffzufuhr. Somit kannst du die Intensität der Glut bestimmen. Der Regler im Deckel dient den Feineinstellungen. Um den Grill am Anfang zum Laufen zu bringen, lässt du ihn unten ganz auf und oben zu. Bei einem Gasgrill wird die Temperatur ganz einfach eingestellt.

Während der Garzeit sollte der Deckel am besten so selten wie möglich geöffnet werden, sonst verliert der Grill nämlich sehr schnell viel Hitze.

Wie funktioniert das direkte Grillen mit der „Kugel“?

Direktes Grillen bedeutet das Grillen direkt über der Glut, ohne den Deckel des Kugelgrills zu schließen.

Um zu verhindern, dass das Grillgut sofort verbrennt, sollte man verschieden Grillzonen einrichten. Da sonst eine sehr große Hitze auf dem Grill entsteht, bedeckt man nicht den ganzen Grill mit Kohle, sondern nur die Hälfte des Grills. So kann das Fleisch erst scharf angebraten und dann auf niedrigerer Temperatur durchgebraten werden. Empfehlenswert ist dabei, ein Rost aus Gusseisen oder anderem schweren Edelstahl zu nutzen. Diese speichern die Temperaturen besser als dünne, einfache Stäbe.


Welches Zubehör benötige ich?

Neben Zange und Pfannenwender, die zur Grill-Grundausstattung gehören, gibt es auch viel weiteres Zubehör: vom Warmhalterost bis hin zu speziellen Pizzabackdeckeln. Die Auswahl ist groß und vielfältig.

Wenn man das indirekte Grillen bevorzugt, ist ein Thermometer von großem Vorteil, um die Kerntemperatur des Fleisches zu messen.

Für das Garen von Gemüse eignen sich geschlossene Aluschalen. Sie dienen als Tropfschalen und wenn man sie mit einer aromatischen Flüssigkeit wie Brühe oder Wein befüllt, sorgen sie für Feuchtigkeit im Grill. Damit bleibt das Fleisch saftig und wird vor dem Austrocknen geschützt.

Essentielles Grillzubehör sind Grillzange und Pfannenwender. Ansonsten gibt es eine Vielzahl an Gadgets für jedes Bedürfnis. (Foto: Free-Photos / pixabay.com)

Wie reinige ich einen Kugelgrill?

Die Reinigung des Kugelgrills ist schnell und einfach. Du benötigst dafür lediglich Wasser, Seifenlauge und für hartnäckigerer Flecken eine Messingbürste.

Nachdem die Kohle erloschen und kalt geworden ist, entfernst du die benutzte Asche aus dem Kessel. Löse die Reste mit einer Messingbürste oder geknüllter Aluminiumfolie vom Gitterrost. Anschließend reicht es den Rost einfach klar abzuspülen und trockenzureiben.

Bei Bedarf kannst du auch die Außen- und Innenseiten von Deckel und Kessel reinigen. Dafür reichen warme Seifenlauge und ein Schwamm oder Spültuch völlig aus.

Was du allerdings nicht machen solltest, ist den Deckel zu wachsen oder streichen. Die Oberfläche des Grills besteht meist aus eingebrannter Porzellanemaille. Sie ist resistenter als jede Farb- oder Wachsschicht. Einfach den Staub und Schmutz mit warmer Seifenlauge abspülen – und dem nächsten Grillvergnügen steht nichts mehr im Weg.

Wie lässt sich Kohle am besten anzünden und fängt schnell Glut?

Wer natürliche Anzünder bevorzugt, sollte am besten ca. zehn Eierkartons zum Anzünden der Kohle verwenden.

Dabei werden die Kartons ineinandergesteckt. Auf den obersten Karton legt man nun die Kohle. Dieser Berg wird dann mit Salatöl übergossen. Von flüssigen Grillanzündern sollte man bei einem Kugelgrill aber lieber absehen, da diese den Geschmack des Grillguts beeinträchtigen könnten.

Genauso gut eignen sich, ganz klassisch, trockene Tannenzapfen. Dafür wird eine Handvoll Tannenzapfen auf etwas Sägespäne gelegt und angezündet. Anschließend kann die Kohle nachgelegt werden. Bei dieser Methode entsteht anfangs allerdings viel Qualm.

Wie lässt sich ein Kugelgrill transportieren?

Im Normalfall lässt sich ein Kugelgrill nicht zusammenklappen und ist somit nicht so leicht zu verstauen, als Campinggrill ist er also weniger geeignet.

Allerdings sind die meisten Grills zumindest mit Rollen versehen und lassen sich so an ihre gewünschte Position schieben. Für den Ausflug in den Park eignen sich diese Modelle allerdings nicht. Da sollte man schon auf die etwas geringwertigeren Kugeln zurückgreifen, die sich leichter transportieren lassen.

Entscheidung: Welche Arten von Kugelgrills gibt es und welche ist die richtige für dich?

Generell kann man bei Kugelgrills zwischen zwei Arten der Hitzeentwicklung wählen:

  • Kugelgrill mit Holzkohle
  • Kugelgrill mit Gas

Jede Variante hat ihre positiven und negativen Eigenschaften, die nach persönlichen Präferenzen abgewägt werden können. Letztendlich ist es natürlich, wie so oft, Geschmackssache, die über die Wahl der Methode entscheidet.

Du solltest deine Entscheidung über die Befeuerung des Kugelgrills davon abhängig machen, worauf du am meisten Wert legst.

Im Folgenden werden wir dir die Varianten des Kugelgrills vorstellen und auf ihre Vor- und Nachteile eingehen, damit du anschließend entscheiden kannst, welcher Grill am besten zu dir passt.

Grillen mit Kohle ist günstiger und die Kohle ist in jedem größeren Supermarkt erhältlich. Grillen mit Gas geht dafür schneller und die Temperatur lässt sich leichter regulieren. (Foto: Foto: flyupmike / pixabay.com)

Wie funktioniert ein Kugelgrill mit Kohle und was sind seine Vor- und Nachteile?

Bei einem Holzkohelgrill musst du wie gewohnt warten bis die Glut mit Asche bedeckt ist. Erst dann kannst du loslegen. Der Vorteil liegt dabei im Preis und der Erhältlichkeit.

Der Kugelgrill kann ganz klassisch mit Holzkohle befeuert werden. Bevor du die Kohle oder die Briketts anzündest, musst du die Lüftungsschlitze oben und unten öffnen, damit die Glut nicht erstickt. Die Kohle muss dann zunächst durchglühen, bevor du mit dem Grillen loslegen kannst.

Während des Grillvorgangs musst du darauf achten, den Deckel des Holzkohlegrills seitlich wegzuziehen und nicht nach oben, da sonst durch den entstehenden Sog das Grillgut mit Asche in Kontakt kommen könnte.

Der Vorteil beim Grillen mit Holzkohle liegt im typisch rauchigen Geschmack, den die Kohle dem Fleisch verleiht. Außerdem ist Kohle im Vergleich zu Gas wesentlich günstiger und fast überall erhältlich. Im Transport ist die Grillkohle weniger umständlich als eine Gasflasche. Allerdings solltest du Geduld bei einem Holzkohelgrill mitbringen. Es kann mitunter bis zu 30 Minuten dauern bis das Fleisch verzehrt werden kann.

Vor- und Nachteile des Holzkohlegrills auf einem Blick:

Vorteile
  • Rauchiger Geschmack
  • Günstige Kohle
  • Erhältlichkeit
Nachteile
  • Bildung von Qualm möglich
  • Zeitaufwändig
  • Entstehen von Asche

Wie funktioniert ein Kugelgrill mit Gas und was sind seine Vor- und Nachteile?

Grillen mit Gas verschafft dir Zeitersparnis und perfekte Ergebnisse durch die exakte Regulierung der Temperatur. Allerdings ist es wesentlich teurer, außerdem schwerer zu beschaffen und zu transportieren.

Bei einem Kugelgrill, der mit Gas betrieben wird, dreht man als erstes das Ventil auf. Dann wird eine Taste gedrückt, wodurch die Brenner anspringen. Schon nach kurzer Zeit kann das Grillgut ohne lange Wartezeit auf den Rost gelegt werden.

Beim Gasgrill kann die Temperatur eingestellt werden. Durch diese Funktion ist es möglich, die Temperatur über einen langen Zeitraum konstant zu halten. Das führt zu einer leichteren und optimalen Handhabung. Im Gegensatz zur Holzkohle ist die Beschaffung einer Gasflasche für den Kugelgrill allerdings deutlich aufwendiger und teurer.

Vor- und Nachteile des Gasgrills auf einem Blick:

Vorteile
  • Zeitsparend
  • Keine Enstehung von Qualm oder Ruß
Nachteile
  • Beschaffung teuer
  • Transport schwierig
  • Aufbau und Anschluss kompliziert

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Kugelgrills vergleichen und bewerten

Im folgenden Teil möchten wir dir diverse Faktoren aufzeigen, durch die sich die Kugelgrills unterscheiden. Diese sollen es dir anschließend leichter machen, dich für einen Kugelgrill, der deinen persönlichen Ansprüchen entspricht, zu entscheiden.

Dabei handelt es sich um folgende Kriterien:

  • Maße
  • Gewicht
  • Grillgröße
  • Material Kugel
  • Material Rost
  • Rollen
  • höhenverstellbarer Grill
  • Thermometer
  • Seitenablage
  • Ascheschale
  • Lüftung

Im Folgenden werden wir nun auf die einzelnen Kriterien näher eingehen und dir erklären, warum sie von Bedeutung für die Auswahl deines Kugelgrills sind.

Maße

Natürlich gibt es Kugelgrills in verschiedenen Größen. Vom Minigrill für den Park bis hin zu Kugelgrills für große Familienfeiern.

Möchtest du deinen Grill eher für den Einsatz im Urlaub oder bei Ausflügen nutzen, solltest du darauf achten, dass er möglichst kompakt gebaut ist. Die üblichen Maße für einen Minigrill sind hierbei ca. 30 x 30 x 45 cm.

Ist der Kugelgrill allerdings eher für den Gebrauch im Garten oder auf der Terrasse gedacht, sind die Maße des Grills natürlich deutlich größer und sperriger. Interessant hierbei ist auch die Arbeitshöhe des Grills. Bei den gängigen Modellen von Durchmessern zwischen 47 – 60 cm liegt die Arbeitshöhe bei ca. 82 cm.

Je schwerer der Grill, desto stabiler sein Stand.

Grillgröße

Die Standardgrößen des Grillrosts belaufen sich bei einem Kugelgrill auf 47 cm. Diese Größe reicht für ca. 4-5 Personen. Es gibt aber auch kleinere und natürlich wesentlich größere Modelle.

Die Größe des Rosts sollte davon abhängig sein, für welchen Zweck man den Grill nutzen möchte. Beim Essen mit mehreren Gästen sollte natürlich ausreichend Platz für das Grillgut vorhanden sein.

Hier empfiehlt sich einen Kugelgrill mit mindestens 57 cm Durchmesser. Somit lässt sich bequem ein Essen für bis zu 8 Personen auf dem Grill zubereiten.

Grills mit diesen Rostgrößen sind allerdings eher für die Nutzung an einem festen Standort auf der Terrasse oder im Garten geeignet, da der Transport durch die Größe erschwert wird. Für das familiäre Grillen mit 4-5 Personen reicht ein Grill mit 47 cm Durchmesser aber auch vollkommen aus.

Wer den Kugelgrill für spontanes Grillen im Park nutzen möchte, kann sich für einen Mini-Kugelgrill mit einem Durchmesser von ca. 30 cm entscheiden. Dir sollte dabei allerdings klar sein, dass ein Mini-Kugelgrill natürlich nicht die gleichen Ergebnisse wie ein Kugelgrill der höheren Preisklassen, den man im Garten stehen hat, liefert.

Einige Grills verfügen sogar über klappbare Grillroste. Das vereinfacht das Nachfüllen von Kohle.

Du hast die Wahl zwischen einem Kugelgrill, der klassisch mit Holzkohle befeuert wird oder der modernen und schnellen Variante, die mit einer Gasflasche betrieben wird. Dabei ist es Geschmackssache, was dir besser gefällt.

Material Kugel

Bei dem Material, das für die Kugel verwendet wird, ist es besonders wichtig, dass es hitzebeständig ist. Viele Modelle werden noch dazu emailliert, verchromt und verzinkt.

Um ein unfallfreies Grillen gewährleisten zu können, ist es besonders wichtig, dass das Material, das für die Kugel des Grills verwendet wird, hitzebeständig ist. Hierzu verwenden die meisten Hersteller ein Emaillierverfahren.

Das sorgt dafür, dass die Emaille den Stahl nahtlos ummantelt. Dadurch können sich die Emaille und der Stahl beim Erwärmen und Abkühlen gleichmäßig ausdehnen und zusammenziehen.

Weitere Methoden, um den Grill gegen Hitze und Witterung zu schützen, sind das Verchromen, Verzinken und die Pulverbeschichtung des Materials. Wenn du dir also einen Grill anschaffen möchtest, an dem du dich noch lange Zeit erfreuen möchtest, solltest du auf die Beschaffenheit und Beschichtung des Materials achten.

Material Rost

Ein guter Grill zeichnet sich durch die Verwendung eines hochwertigen Stahls beim Rost aus. Dieser bleibt rostfrei und lässt sich so einfach reinigen.

In der Regel werden die meisten Grillroste in einer verchromten Ausführung geliefert. Am besten ist allerdings ein Rost aus Edelstahl, dieser kann nicht rosten und ist somit sehr langlebig. Wenn du es bevorzugst, Steaks zu grillen, kannst du dir überlegen, einen gusseisernen Grillrost zu kaufen. Beim Grillen entsteht dann nämlich die typische Strukturierung (Brandings) des Fleischs.

Es gibt auch Ausführungen, bei denen in der Mitte des Rosts eine runde Aussparung ermöglicht wird. Nimmt man den Einsatz heraus, kann man dort z.B. einen Wok oder Ähnliches einsetzen.

Beim Kauf eines Kugelgrills sollte man darauf achten, dass der Grillrost aus hochwertigem Material ist, damit er nicht rostet. (Foto: stux / pixabay.com)

Gewicht

Das Gewicht spielt eine bedeutende Rolle für die Standfestigkeit des Grills. Hierbei gilt: je schwerer der Grill, desto stabiler ist sein Stand.

Auch bei dem Gewicht ist es wieder ausschlaggebend, wofür der Grill gebraucht werden soll. Für den Ausflug in den Park ist es sinnvoll, einen Mini-Kugelgrill zu nutzen, der mit ca. 3 kg Eigengewicht leicht zu transportieren ist. Wichtig hierbei sind vor allem hitzebeständige Griffe für einen angenehmen Transport.

Bei Modellen aus höheren Preisklassen, die für die Gartennutzung angeschafft werden, gilt: je schwerer das Modell, desto stabiler sein Stand. Die meisten Grills bringen hier ca. 20 kg auf die Waage.

Rollen

Die meisten Kugelgrills sind mit Rollen an ihren Standbeinen ausgestattet. So lassen sie sich, trotz höherem Gewicht, bequem innerhalb des Gartens verschieben.

Entscheidest du dich für einen Grill mit Rollen, solltest du darauf achten, dass die Rollen bruch- und wetterfest sind. Hierbei gibt es die übliche Dreibein-Version, bei der an zwei von drei der Beinen Rollen befestigt sind.

Allerdings gibt es hier natürlich auch wieder viele verschiedene Varianten. Von einem stabileren Stand durch vier Beine mit Rollen bis hin zu einem richtigen Fahrgestell. Entscheidend ist hier auch wieder, wie oft und auf welchem Untergrund du deinen Grill bewegen wirst.

Höhenverstellbarer Grillrost

Wenige Grills besitzen die Funktion eines höhenverstellbaren Rosts. Dadurch lässt sich noch besser die Wärmezufuhr kontrollieren.

Ein paar wenige Hersteller liefern ihre Modelle mit einem höhenverstellbaren Rost. Somit lässt sich der Abstand zwischen Grillrost und Glutbett selbst bestimmen. Diese Variante ist besonders hilfreich, wenn man viel grillen möchte. So kann man zu Beginn z.B. Würstchen auf oberster Stufe grillen und kurze Zeit später schon die Zubereitung von Steaks auf unterster Stufe beginnen.

Diese Funktion ist allerdings nicht unbedingt zwingend notwendig für ein gutes Grillergebnis. Durch unterschiedliche Schichtung der Kohle lassen sich auch bei einem normalen Rost unterschiedliche Hitzezonen einrichten.

Thermometer

Einige Kugelgrills werden mit integrierten Thermometer im Deckel geliefert. Das hat den Vorteil, die Temperatur im Grill genau zu bestimmen, ohne den Deckel anheben zu müssen und somit einen Wärmeverlust vermeiden zu können.

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Wusstest du, dass Kugelgrills das beliebteste Modell von allen Holzkohlengrill Arten ist?

Dank des Deckels gibt es unzählige Möglichkeiten beim Grillen und man kann über einen längeren Zeitraum eine konstante Temperatur halten.

Besonders praktisch für das indirekte Grillen sind integrierte Thermometer im Deckel. Somit lässt sich die Temperatur exakt ablesen und kontrollieren, ohne dabei den Deckel anheben zu müssen.

Das hat den großen Vorteil, dass keine Hitze verloren geht und somit die homogene Temperatur im Grill erhalten bleibt. Die Thermometer messen die exakte Temperatur an der höchsten Stelle des Garraums.

Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass auf Rosthöhe natürlich niedrigere Temperaturen herrschen. Um die Temperatur für Fleisch das eine besonders lange Garzeit benötigt, noch besser zu bestimmen, kann man sich gegebenenfalls noch ein weiteres Thermometer zulegen.

Seitenablage

Bei manchen Kugelgrills ist von vornherein eine Seitenablage angebracht. Bei vielen Grills gibt es aber auch die Möglichkeit, diese bei Bedarf nachträglich noch anzubringen.

Um das Grillgut abstellen zu können, ist es sehr angenehm zusätzliche Ablageflächen am Grill zu Verfügung zu haben.

Bei einigen Premium-Grills sind Seitenablagen schon bei der Lieferung dabei. Wenn nicht, kann man sich aber auch überlegen, sich zusätzliche Seitenablagen anzuschaffen. Die meisten Hersteller haben die passenden Ablagen zum Grill in ihrem Sortiment. Diese lassen sich dann ganz einfach anbringen. Durch diese Ablagen nimmt der Grill dann aber natürlich noch mehr Platz ein.

Ascheschale

Die meisten Kugelgrills sind mit einer Ascheschale ausgestattet. Diese fängt die Asche, die beim Grillen mit Kohle entsteht, auf und sorgt für eine leichte Reinigung des Grills im Anschluss.

Die meisten Modelle sind mit einer Schale für Asche ausgestattet. Hierbei fällt die Asche, die beim Grillen entsteht, in einen Behälter und ist somit vor Wind und Regen geschützt. Der Behälter muss nicht zwingend nach jedem Grillen geleert werden, spätestens aber, wenn er sein maximales Volumen an Asche erreicht hat. Die Entsorgung der Asche durch den abnehmbaren Behälter wird dadurch außerdem stark vereinfacht und ist somit auch angenehmer.

Lüftung

Die Lüftungszufuhr ist enorm wichtig für die Qualität der Glut. Kann diese nicht ausreichend reguliert und kontrolliert werden, ist es schwer eine beständige Temperatur im Grill zu erzeugen.

Ohne Luftzirkulation kann keine Glut entfacht werden. Damit genügend Sauerstoff in das Innere der Kugel gelangt, haben die meisten Hersteller entweder unterhalb oder seitlich des Kessels eine Zuluft-Regelung angebracht. Hierbei gibt es zum einen mehrere Vorrichtungen zur Verstellung der Lüftungszufuhr. Diese können einzeln verstellt werden, um die Glut optimal beizubehalten. Es gibt aber auch Varianten, bei denen man einhändig die Zuluft ändern kann.

Das Wichtigste am Kugelgrill sind die Lüftungsregler, mit denen du die Lüftungszufuhr steuern kannst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Kugelgrill

Wer hat den Kugelgrill erfunden?

Oder wie man durch den Anblick einer Boje zur revolutionären Idee des Kugelgrills gelangt.

1951 kam dem Amerikaner George A. Stephen beim Anblick einer Boje die Idee für den Kugelgrill. Daraufhin baute er aus zwei Halbschalen einer auseinander gesägten Boje den ersten Kugelgrill. Durch diese neue Konstruktion sollten viele Probleme, die es beim herkömmlichen Ziegelgrill noch gab, gelöst werden. Die Hitze sollte besser verteilt werden. Durch das geschlossene System könnte man nun auch bei Wind grillen und der Kugelgrill wäre viel leichter zu transportieren.

Leckere und interessante Rezepte für den Kugelgrill

Durch die Vielfältigkeit des Kugelgrills entstehen viele Möglichkeiten Fleisch, Gemüse und andere Köstlichkeiten zu schmoren, grillen, braten und zu garen.

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten den Kugelgrill zu nutzen. Aber ein besonderes Rezept, das vor allem mit dem Kugelgrill besonders gut gelingt, ist das sogenannte Bierhintern-Huhn. Hierbei wird das Huhn in den Hähnchensitz gesetzt, in den zuvor Bier mit hohem Malzgehalt eingefüllt wurde.

Man kann das Huhn aber auch direkt auf eine geöffnete Dose Bier setzen. Das marinierte Huhn wird dann mit geschlossenem Deckel gegrillt. Die verdampfende Flüssigkeit sorgt so für saftiges Fleisch und eine krosse Haut des Hähnchens. Wichtig ist es, das Huhn oben zu verschließen, damit die Feuchtigkeit im Huhn gespeichert werden kann und nicht verdunstet.

Außerdem lassen sich nicht nur Fleisch, sondern auch Fisch und Gemüse auf dem Kugelgrill zubereiten.

Aber auch Speisen wie Bratäpfel oder Kaiserschmarrn gelingen ganz einfach in der „Kugel“. Wer lieber Pizza isst, kann sein Equipment für den Grill mit einem Pizzastein erweitern. Somit lässt sich dann sogar Pizza, Hefegebäck und sogar Brot auf dem Grill backen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://klaus-grillt.de/ratgeber/anleitung-zum-grillen-mit-dem-kugelgrill/

[2] http://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Der-kleine-Grill-Ratgeber,grillabc103.html

[3] http://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/grillen/id_41835372/kugelgrill-alles-ueber-das-direkte-und-indirekte-grillen.html

Bildquelle: Pixabay.com / moerschy

Warum kannst du mir vertrauen?

Thorsten hat bereits mehrere Male an internationalen Grill-Wettbewerben teilgenommen und es mehrfach in die Top 3 geschafft. Er hat mehrere Grills zuhause und kann die unterschiedlichsten Gerichte auf seinen Grills zubereiten.