Willkommen bei unserem großen Räucherschrank Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Produkte. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dabei helfen, den für dich besten Räucherschrank zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren haben wir dir auf dieser Seite wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Räucherschrank kaufen möchtest, zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Du musst dein Räuchergut richtig auf den Räuchervorgang vorbereiten, indem du es einlegst, wäscht, trocknest und dann räucherst.
  • Passe dein Räuchermehl an dein Räuchergut an, damit du den optimalen Geschmack genießen kannst.
  • Achte besonders darauf, dass der Rauch auch wieder richtig abzieht.

Räucherschrank Test: Das Ranking

Platz 1: Nischenmarkt XXL Edelstahl Räucherofen/Räucherschrank

Laut Hersteller ist dieser Räucherschrank für Einsteiger und Profis geeignet. Mit seinen Maßen von 120 x 40 x 27 cm und einem Gewicht von ca. 20 Kilo zählt dieser Schrank eher zu den größeren Modellen seiner Art. Er sei ideal für liegendes und hängendes Räuchergut, egal ob Käse, Fleisch oder Gemüse, geeignet. In ihm sollen bis zu 35 Fische seinen Platz finden.

Der Nischenmarkt Räucherschrank besteht aus Edelstahl und bringt bereits beim Kauf sehr viel an Zusatzausstattung mit, wie beispielsweise einem Flachrost, einer Räucherschale, Räuchermehl und mehreren Haken in den verschiedensten Größen.

Die Kundinnen und Kunden loben den guten Service der Hersteller, falls es zu einem Problem kommt. Einziger Kritikpunkt: die Punktschweißnähte sind etwas schlecht verarbeitet – das lässt sich aber scheinbar sehr leicht mit Schrauben und Nieten lösen.

Weiters sind die Käuferinnen und Käufer absolut von der Leistung des Ofens überzeugt, genauso wie die einfache Bedienung des Thermometers. Das Modell dürfte also ein absoluter Allrounder mit vielen Funktionen sein.

Platz 2: SMOKI Einkammer Räucherofen

Der aus aluminiertem Stahlblech bestehende Räucherschrank weist eine Größe von 100 x 39 x 33 cm auf und ist somit eher kleiner, jedoch mit seinem Gewicht von 18 kg dennoch nicht unbedingt leicht. Dieser Ofen hat, laut Hersteller, eine stabile Verriegelung mit abziehbarem Schlüssel, sodass Kinder diesen nicht unbeaufsichtigt öffnen können.

Das Einkammersystem ist besonders für Holzräucherung geeignet. Ein Be- und Entlüftungsschieber ermöglicht es den Ofen gut auslüften zu lassen. Zusätzlich ist ein Sichtfenster auf der Vorderseite angebracht, sodass du dein Räuchergut perfekt im Blick hast. Jedoch raten hier die Käuferinnen und Käufer eher ab, diese Scheibe auch wirklich zu verwenden, da sie sehr leicht rußt.

Die Käuferinnen und Käufer loben vor allem die stabile Ausführung und die Verschlüsse. Wenn du also nicht allzu viel Platz hast, aber dennoch auf eine stabile Verbauung Wert legst, bist du bei diesem Räucherschrank genau richtig.

Platz 3: XL Räucherschrank

Im Vergleich zu Platz 2 ist dieses Modell mit seinen Maßen von 80 x 40 x 30 cm sogar noch etwas kleiner. Der Ofen verfügt über 3 Auflagen und einem Thermometer, besteht vollständig aus verzinktem Stahl und ist mit seinen 10kg sehr leicht.

Laut Hersteller ist dieser Räucherschrank perfekt um alles Mögliche zu räuchern, sei es Schinken, Fisch oder Gemüse. Den Käuferinnen und Käufer gefällt, dass dieser Ofen eher an der unteren Preisgrenze angesetzt ist. Sie klagen zwar über einen Mangel an Verarbeitung. Dieser lässt sich jedoch leicht beheben und der Ofen funktioniert danach einwandfrei.

Unserer Meinung nach ist dieser Schrank ideal für Personen geeignet, die gerne in die Welt des Räucherns hineinschnuppern, aber nicht zu viel Geld dafür ausgeben wollen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Räucherschrank kaufst

Was ist das Prinzip eines Räucherschrankes?

Ein Räucherschrank, auch unter dem Überbegriff Räucherofen bekannt, wird hauptsächlich dafür verwendet, das sogenannte Räuchergut zu aromatisieren und/oder länger haltbar zu machen. Ob ersteres oder die Haltbarkeit oder beides, hängt von der Räucherart ab.

Hiervon gibt es drei Arten, auf die wir später noch genau eingehen werden (siehe Kaufkriterien: Art). Was alles in den Räucherofen darf, findest du auch noch etwas später.

Was kostet ein Räucherofen?

Ebenso wie bei Grill Abdeckhauben variiert der Preis bei Räucherschränken stark und hängt unter anderem von der Qualität, der Marke und seinem Material ab. Weiters haben die Größe und der Aufbau einen Einfluss auf den Preis.

Es kann also kein eindeutiger Preis genannt werden, daher sind die folgenden Angaben nur ungefähre Richtwerte. Allgemeine Preisspanne bei Räucherschränken: € 75,- bis € 450,-

Bei den Räucherschränken finden sich sogar im Niedrig-Preissegment diverse Markenprodukte, die dann jedoch Abstriche bei der Ausstattung machen. Wer rundum versorgt sein will, greift also lieber zu den hochpreisigen Modellen der Räucherschränke.

Wo kann ich einen Räucherschrank kaufen?

Räucheröfen können direkt online über den Hersteller bestellt werden. Während der Saison findest du sie auch bei gut sortierten Discountern und im Fachhandel wie Baumärkte oder Gartencenter.

Beispiele, wo du dir einen Räucherschrank abseits von den Herstellerseiten kaufen kannst sind:

  • amazon.de
  • dehner.de
  • ebay.de
  • hornbach.de
  • idealo.de
  • obi.de
  • real.de

Bevor du dir einen Räucherschrank kaufst, sollten dir aber einige Faktoren bewusst werden – springe hierfür zu dem Entscheidungsteil dieses Beitrages.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn du dir keinen Räucherofen anschaffen magst, gibt es immer noch die Option das Gericht, sofern nicht allzu groß, in einer Pfanne oder einem Topf zu räuchern.

Wie das genau funktioniert, kannst du dir hier ansehen. Alternativ bleibt dir nur die Möglichkeit, das Essen bereits fertig geräuchert zu kaufen.

Neben dem Kauf, kannst du natürlich auch einen Räucherschrank selbst bauen. Dies erfordert jedoch sehr viel handwerkliches Geschick und braucht auch seine Zeit.

Das empfehlen wir nur fortgeschrittenen Heimwerker-Königen oder Do-It-Yourself-Queens. Wenn du jedoch keine Zeit hast ist es sicher einfacher den Räucherofen direkt zu kaufen.

Entscheidung: Welche Arten von Räucherschränken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Räucheröfen müssen nicht nach der Art unterteilt werden. Jedoch kann man sie entweder selbst bauen oder kaufen. Egal wofür du dich entscheidest, beides hat Vor- und Nachteile.

Der nächste Teil soll dir dabei helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Was zeichnet einen selbstgebauten Räucherschrank aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Wenn der Räucherschrank dein kleines oder besser großes Projekt werden soll, kannst du diesen auch selbst designen und anfertigen. Dafür musst du aber handwerklich begabt sein, da es viel Fingerfertigkeit abverlangt. Zusätzlich solltest du dafür auch einiges an Zeit einplanen.

Auch der Einbau der Elektronik ist nicht zu unterschätzen. Wenn du dich damit nicht genügend auskennst, lass dir lieber von einem Elektriker helfen oder überleg noch einmal, ob nicht doch ein gekaufter Räucherofen ausreicht.

Vorteile
  • Aussuchen von Material, Form und Größe
  • Anpassung an eigene Bedürfnisse
Nachteile
  • Erfordert handwerkliches Geschick
  • Hoher Zeitaufwand

Wenn du es wirklich durchziehst und deinen eigenen Räucherofen baust, wirst du mit einem maßgeschneiderten Modell in deinem Lieblingsdesign belohnt.

Falls jedoch der Preisunterschied dein Anreiz für den selbstgebauten Räucherschrank ist, bedenke bitte, dass auch die Materialien für den Selbstbau durchaus kostspielig sein können.

Hier ist noch ein Video, welches die Herstellung eines Räucherschrankes zeigt. Vielleicht kann dir das Video die Entscheidung erleichtern oder gleich als Inspiration für dein Meisterwerk dienen.

Was zeichnet einen gekauften Räucherofen aus und was sind seine Vor- und Nachteile?

Bei einem gekauften Räucherschrank sparst du dir eine Menge Zeit, sofern du die Recherchearbeit nicht mit einberechnest. Ganz wichtig ist, dass du dir von den Räucherofen verschiedene Testberichte durchliest und auch die Online-Kaufbewertungen beachtest, bevor du dir einen zulegst.

Kaufst du deinen Räuchergrill, musst du mit dem jeweiligen Modell umgehen können. Nur so, hast du dann auch wirklich Freude mit deinem Kauf. Dafür bietet dir der Markt auch genügend Auswahl, um den passenden Räucherschrank für dich zu finden.

Vorteile
  • Benötigt kein handwerkliches Geschick
  • Verschiedene Anbieter
  • Geringerer Zeitaufwand
Nachteile
  • Vorgegebene Form
  • keine Variation

Beachte bereits hier, wo du den Räucherschrank lagern und verwenden willst – nicht, dass der Schrank nachher eventuell zu groß für den Lagerplatz ist.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Räucherschränke vergleichen und bewerten

Da es genug Räucheröfen am Markt gibt, ist es wichtig, dass du dich bei der Suche zuerst auf wichtige Faktoren konzentrierst. Am besten überlegst du dir schon im Vorhinein, was überhaupt für dich in Frage kommt.

Zu den Kauffaktoren zählen:

  • Größe
  • Räuchergut
  • Räucherart
  • Material
  • Zusatzausstattung
  • Einfachheit der Reinigung

Größe

Je nach Größe können die verschiedensten Sachen geräuchert werden, beziehungsweise eine größere oder kleinere Menge davon. Deshalb ist die Größe deines Räucherschranks ein wichtiger Faktor.

Die Angaben der Größe erfolgt entweder direkt mittels Maße oder in einer Pauschalgröße wie XL. Achte hier besonders auf die Maße in der Produktbeschreibung, da dir diese genau sagt, ob der Räucherschrank deinen Bedürfnisse entspricht.

Sofern du keine großen Stücke darin räucherst, empfehlen wir dir, lieber zur kleineren Variante zu greifen.

Denn bei Bedarf mehrmals räuchern gibt dir nicht nur die Möglichkeit viel auszuprobieren, sondern ist auf Dauer auch Platz schonender. Falls du jedoch ein Fan von Kalträuchern bist, brauchst du ausreichend Platz für die Luftzirkulation.

Räuchergut – was wird geräuchert

Prinzipiell kannst du so gut wie alles räuchern, was dein Herz begehrt. Sei es Gemüse, Fleisch, Wurst oder Fisch, deiner Kreativität sind maximal räumliche Grenzen gesetzt. Wichtig ist hier nur die richtige Räucherart auszuwählen.

Viele Lebensmittel können geräuchert werden. Eine der bekanntesten ist der Räucherschinken oder Speck. Geräuchert wird mithilfe von verschiedenen Räucherarten, wie Kalt-, Warm- und Heißräuchern. (Bildquelle: pixabay.com / RitaE)

Kaltgeräuchert wird hauptsächlich, wenn es sich beispielsweise um Schinken, Speck, Lachs und Bergkäse handelt. Die meisten Fische (ausgenommen Lachs und Forelle) werden warmgeräuchert, ebenso wie Weichkäsesorten. Bei Würsten hast du die Wahl. Du kannst sie entweder warm- oder kalträuchern.

Wenn bei dir Gemüse am Speiseplan steht, dann solltest du auch besser auf Heißräuchern setzen. Auch Eier, Geflügel oder Forelle bieten sich für das Räuchern bei hoher Hitze an – auch aus Hygienegründen ist die hohe Hitze zu empfehlen.

Wichtig: Die Räucherdauer ist natürlich von der Dicke deines Räuchergutes abhängig. Je dünner die Scheiben sind, desto schneller ist dein Essen fertig geräuchert.

Art (kalt / warm / heiß)

Nicht nur den Räucherschrank selbst kann man in zwei Arten unterteilen, sondern auch die Art und Weise wie etwas geräuchert wird. Hier unterscheidet man, wie oben angeprochen, in Kalträuchern, Warmräuchern und Heißräuchern. Der Unterschied liegt in der Dauer und, wie der Name schon verrät, in der Wärme.

Das Kalträuchern ist dabei die aufwändigere Räuchermethode, da eine Räucherung bis zu 20 Tagen dauern kann. Kalträuchern verlangt eine Außentemperatur von maximal 25°C. Dabei sollte die Räucherhitze zwischen 15°-25° liegen.

Bei höheren Temperaturen kann es zu einem Verlust der Eiweißstoffe kommen, wodurch Fisch oder Fleisch einen säuerlichen Geschmack bekommen.

Die Voraussetzung für das Kalträuchern ist, dass die Temperaturen außen und innen nicht zu hoch sind – das heißt du brauchst hier tatsächlich einen kalten/kälteren Ort. Vorzugsweise räucherst du Schinken, Wurst und Räucherlachs kalt, um diese länger haltbar zu machen.

Ein Räucherofen/Räucherschrank ermöglicht es, Essen länger haltbar zu machen und ruft einen einzigartigen Geschmack der Lebensmittel hervor. (Bildquelle: pixabay.com / Couleur)

Warmräuchern eignet sich zum Aromatisieren der Lebensmittel, dabei erreichst du Temperaturen von 30-50°C. Durch die höheren Temperaturen wird die Garzeit stark reduziert. Allerdings sind die geräucherten Lebensmittel nicht so lange haltbar, wie nach einer Kalträucherung und du solltest sie binnen weniger Wochen direkt verzehren.

Für das Warmräuchern benötigst du eine Wärmequelle, wie beispielsweise einen Brenner oder auch eine elektrische Heizschlange. Gehe mit den Wärmequellen besonders vorsichtig um, so dass keine Unfälle passieren.

Heißräuchern ähnelt einem Garprozess in einem Druckkochtopf. Den charakteristischen Geschmack erhältst du hier durch den Rauch. Die Temperaturen erreichen hier 60-120°C. Das macht das Heißräuchern zur schnellsten Räucher-Methode.

Material

Das Material des Räucherschranks, ist entscheidend für den späteren Geschmack deines Räucherguts. Mögliche Materialien sind unter anderem: Holz, Edelstahl, Metall, Blech und Ytong.

Edelstahl ist vermutlich die beliebteste Variante, da es komplett geschmacksneutral und leicht zu pflegen ist. Bei richtiger Pflege hält der Räucherschrank sehr lange. Über diese Eigenschaften verfügen natürlich auch Metall und Blech, diese sind jedoch sehr anfällig für Rost und demnach viel aufwändiger in der Wartung.

Auch Ytong, ein Porenbeton, bietet sich als Material für deinen Räucherofen an. Für die wahren Holzfans, gibt es selbstverständlich auch die Option, einen Räucherschrank aus Holz zu wählen. Bitte beachte hier, dass Holz das am leichtesten brennbare Material ist, falls es zu einem Feuer kommt.

Zusatzausstattung

Die Grundausstattung eine Räucherschrank sollte mindestens einen Haken, einen Rost und Räuchermehl beinhalten. Mithilfe des Hakens kann dein Räuchergut perfekt und sicher platziert werden. Durch den Rost sparst du Platz und kannst dein Räuchergut im Ofen platzieren.

Zu guter Letzt gibt es noch das Räuchermehl, dieses wird aber vorrangig nur bei Kalträuchern verwendet. Die Wahl des richtigen Räuchermehls ist ausschlaggebend für den späteren Geschmack deines Räucherguts. Angefangen bei Buchholzspänen bis Apfelholzspänen ist so gut wie alles erlaubt.

Manche Räuchermehlsorten sind sogar für Warm- und Heißräuchern geeignet, um deinem Räuchergut eine spezielle Geschmacksnote zu verleihen. Nimm dir hier genug Zeit zum Recherchieren, welche Räuchermehlsorte du wirklich verwenden magst und probiere ruhig verschiedene Sorten aus, um deinen Favoriten zu finden.

Einfachheit der Reinigung

Die Reinigung und Pflege ist abhängig vom Modell und insbesondere vom Material. Denn: Jedes Material muss anders gepflegt werden. Ebenso erleichtert/erschwert dir das Innenleben und die Zusatzausstattung des jeweiligen Räucherschrankes das Putzen.

Doch nicht alle Räuchermeister sind von einer gründlichen Reinigung überzeugt. Durch die vielen Räuchervorgänge entsteht nämlich eine Art Schutzschicht, auch Patina genannt, die die Räucherung einzigartig schmecken lässt. Putzt du den Räucherschrank regelmäßig, geht diese Schutzschicht verloren.

Daher empfehlen wir, nur den aller gröbsten Schmutz und die Asche zu entfernen. Dafür eignen sich eine mittelgrobe Bürste oder ein Edelstahlschaber (nur auf Edelstahl verwenden). Falls du es lieber blitzblank hast, kannst du den Räucherschrank natürlich auch gründlich reinigen. Dabei kannst du einen Wasserschlauch oder einen Hochdruckreiniger zur Hilfe nehmen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Räucherschrank

Was ist der Unterschied zwischen Kalt- und Warmräuchern?

Grob gesagt liegt der Unterschied in der Haltbarkeit und in der Räuchertemperatur: Kalträuchern bearbeitet das Räuchergut lange und bei niedriger Temperatur konsistent. Das macht das Räuchergut für mehrere Wochen haltbar.

Warmräuchern hingegen benötigt höhere Temperaturen, dafür ist dein warmgeräuchertes Gut nur für wenige Wochen haltbar. Ein weiterer Unterschied ist die Räucherdauer. Je kälter die Temperatur im Räucherschrank, desto mehr Zeit wird in Anspruch genommen.

Was kann alles geräuchert werden und wie gehe ich dabei vor?

Wie bereits erwähnt, kann fast alles geräuchert werden. Wie oben bereits beschrieben, braucht alles Kaltgeräucherte länger und ist auch wesentlich länger haltbar. Deswegen empfehlen wir Räucherlachs, Schinken, Speck und Bergkäse meist kalt zu räuchern.

Lebensmittel wie Weichkäsesorten, Fisch, Würste oder Kassler solltest du lieber warmräuchern. Falls du Nahrungsmittel wie Geflügel, Forelle, Eier und Gemüse verarbeitest, räuchere sie am besten heiß und verzehre sie danach so rasch, wie möglich.

Prinzipiell geht man beim Räuchern so vor: Das Räuchergut zuerst richtig vorbereiten, Lebensmittel einlegen, dann trocknen und anschließend im Räucherofen platzieren.

Wenn das Räuchergut dort fertig ist, kannst du es nach einer Abkühlzeit genießen. Wichtig: Das Räuchergut darf im Räucherschrank weder die Wand, noch ein anderes Räuchergut berühren. Ansonsten ist es entweder verbrannt oder wird nicht geräuchert.

Hier hast du eine kurze Übersicht über Lebensmittel und wie sie zubereitet werden sollen.

Kalträuchern (15 – 25°C) Warmräuchern (30 – 50°C) Heißräuchern (60 – 120°C)
Räucherlachs Kassler Forelle
Schinken Weichkäse Geflügel
Speck Fisch Eier
Bergkäse Würste Gemüse

Hier findest du noch eine Anleitung, wie man beispielsweise Forellen räuchert. Natürlich kannst du die Forellen auch in einer selbstgemachten Lauge einlegen. Informiere dich bitte vorher, was du dazu alles benötigst.

Wo lagere ich einen Räucherschrank / was gibt es dabei zu beachten?

Du solltest deinen Räucherschrank an einem gut belüfteten eher kälteren Ort lagern. Falls das Gerät in deinem Keller Platz finden soll, achte bitte auch darauf, dass der Räucherschrank einen Anschluss zum Kamin hat, beziehungsweise das Lüftungsrohr irgendwie nach draußen führt. Ansonsten wird es mit dem Rauch nämlich schnell gefährlich.

Im allerbesten Fall räucherst du aber im Freien, so wie es viele Profis auch machen.

Denn im Inneren kann es leichter zu Problemen führen. Natürlich ist die Lagerung und Verwendung Outdoor sicherer. Zu deiner Sicherheit raten wir dir, beim Räuchern immer einen Feuerlöscher in der Nähe stehen zu haben – denn man weiß ja nie, was passieren kann.

Wie beheize ich meinen Räucherschrank richtig?

Zum richtigen Beheizen benötigst du Holz, etwas Kohle, eine Brennquelle und Räuchermehl deiner Wahl. Bitte befolge die Hinweise die auf der Räuchermehlpackung stehen, sofern du sie gekauft hast.

Zuerst wird eine Schale mit etwas Holz angezündet und unten im Räucherschrank platziert. Welches Holz du hierfür nimmst ist deine Entscheidung, jedoch sollte es möglichst lange glimmern. Zusätzlich wird von Profis auch noch Kohle zu dem Holz dazugelegt, da diese das Holz länger glühen lässt.

Jedes Brennmaterial beeinflusst den Geschmack des Räucherguts maßgeblich. Ebenso muss ein passendes Räuchermehl ausgesucht werden. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Danach findet die Wahl des richtigen Räuchermehls statt. Fruchtbaumholz hat die Eigenschaft das Räuchergut später eher fruchtig und frisch schmecken zu lassen. Harthölzer hingegen hinterlassen ein eher würziges Aroma.

Leere das Räuchermehl über das Holz und die Kohle. Anschließend kannst du bereits das Räuchergut im Schrank anbringen. Das Räuchern startet, sobald du alle Türen geschlossen hast.

Wie wird ein Räucherofen richtig abgedichtet?

Viele RäuchermeisterInnen setzen darauf, dass der Ofen leicht raucht. Wenn die Rauchentwicklung zu stark ist, decke es mit einer feuerfesten Abdichtung ab.

Pass bitte auf, dass du dich hierbei nicht verbrennst. Für die Abdichtung kannst du ein sogenanntes Dichtungsband oder eine Ofenschnur verwenden.

Wie kann ich die Temperatur regeln?

Die Temperatur hast du dank eingebautem Thermometer immer im Blick. Wenn die Temperatur zu hoch ist, kannst du sie mittels Klappen oder Abzugsrohr regulieren.

Hier gilt: Übung macht den Meister – also lasse dich am Anfang nicht entmutigen, wenn du öfters nachkorrigieren musst.

Der Rauch aus dem Räucherschrank zieht nicht richtig ab – was tun?

Wenn der Rauch nicht abzieht, kann das viele Ursachen haben. Beispielsweise kann das Loch für das Abluftrohr zu klein oder einfach verstopft sein. Im schlimmsten Fall, machst du das Loch einfach größer machen und das Problem sollte sich erledigen.

Bevor du am Rohr etwas änderst, überprüfe vorher, ob dein Räucherschrank vor Wind geschützt ist. Denn Wind kann die Ablüftklappe herunterdrücken und den Abzug verhindern. Auch heiße, angestaute Luft über dem Räucherschrank kann zum Problem werden, wenn dieser unterdacht steht. Am besten suchst du dir einen windgeschützten aber nicht zu abgeschlossenen Ort für den Ofen.

Nach einem Räuchervorgang empfehlen wir, den Räucherschrank gut zu durchlüften.

Auch während des Räuchervorgangs solltest du die Tür ab und zu öffnen, damit kein Kondensat entsteht. Falls Kondensat auf dein Räuchergut tropft, können deine Lebensmittel nachher sehr säuerlich schmecken.

Möglicher Grund Lösung
Ablüftklappe wird heruntergedrückt Räucherschrank an windstillen Ort stellen
Warme Luft hat sich über Abzug angesammelt Räucherschrank an einen weniger abgeschlossenen Ort stellen
Loch beim Abzug zu klein Loch einfach vergrößern

Wie reinige ich meinen Räucherofen?

Das Thema mit der Patina haben wir schon weiter oben geklärt. Vor einer Reinigung solltest du dich entscheiden, ob du ein Fan der Patina bist oder nicht. Wenn du deine Patina behalten willst, bleibe bei der groben Säuberung von Schmutz und Asche.

Falls du deinen Ofen doch einmal sehr gründlich reinigen musst, beginne mit der groben Reinigung. Dazu einfach den Räucherofen grob von Schmutz und Asche befreien und anschließend mit einem Hochdruckreiniger sauber spritzen.

Zusätzlich kannst du dir bei der Reinigung auch mit Backofenspray helfen und diesen an die Innenwand des Schrankes sprühen. Nachdem der Spray eingewirkt ist, musst du ihn mit Wasser wieder entfernen. Dabei kannst du ruhig wieder zum Hochdruckreiniger greifen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://freizeit-smoker.de/raeucherohttp://www.raeucherofen-tipps.de/vorgehensweise-kaltraeuchern-warmraeuchern-heissraeuchern/fen-raeucherschrank-raeuchertonne-smoker-grill/

[2] https://www.raeucherofen-test.de/heizmethoden-beim-raeuchern/

[3] http://www.raeucherofen-tipps.de/raeuchern-anleitung-fur-die-bedienung-eines-raeucherofens/

[4] http://www.raeucherofen-tipps.de/vorgehensweise-kaltraeuchern-warmraeuchern-heissraeuchern/

Bildquelle: pixabay.com / Tommy_Rau

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